Skiweekend 2026

Freitag, 27.02.2026

Freitagmorgen, gefühlt mitten in der Nacht: Während andere Leute noch selig schliefen, standen wir schon mit Sack und Pack in Bülach am Bahnhof, bereit nach Arosa zu fahren. Gleich zu Beginn der erste Adrenalinkick: Ivana war überzeugt, ihr Handy vergessen zu haben. Puls 180. Dann, die Erleichterung das Handy tauchte wieder auf. Und, wie verarbeitet man so einen Schock? Richtig, mit Weisswein... um 6:40 Uhr... in der 1. Klasse... Stil muss sein.

Heute stand auf dem Programm Schlitteln. Vorher wurde noch diskutiert, ob man dafür wirklich einen Helm braucht. Elina beendete die Diskussion mit dem Satz: „Lieber eine Helmfrisur als eine Schädelfraktur.“

Also Helme auf und los ging’s. Das war auch gut so. Die Piste war steil, schnell und kurvig. Es wurde gestürzt, gerutscht, geschrien, aber glücklicherweise blieb alles heil.

Danach ging’s in die Kuhbar zum Après-Ski. Dort trat DJ Robin auf wobei „trat auf“ vielleicht etwas grosszügig formuliert ist. Sagen wir so: Eine krähenähnliche Gesangsdarbietung trifft es eher. Die Stimmung? Trotzdem absoluter Wahnsinn. Bis der Security beschloss, dass jetzt Ausweiskontrolle gespielt wird. Nach kurzer Diskussion beschlagnahmte er Elina’s Getränk. Dramatisch... aber kein Problem, Ersatz war schnell organisiert.

Als es bereits dunkel war, schlittelten wir zurück zur Jugendherberge. Auf dem Weg kämpften wir mit Laternenpfosten und einem Rennen, von dem niemand etwas wusste.

Dann sollte es um 20:30 Uhr Nachtessen geben. Dachten wir zumindest. Um 22:00 Uhr sassen wir immer noch hungrig da. Die Stimmung, leicht gereizt. Nach einer gefühlten Ewigkeit bekamen wir endlich etwas zwischen die Zähne. Danach ging’s noch ins Halli Galli. Leider war es sehr stickig und voll. Viele gingen deswegen früh und erschöpft ins Bett.

Samstag, 28.02.2026

Ein paar Motivierte standen am Samstagmorgen schon früh auf der Piste. Der Rest folgte etwas später. Das Wetter war perfekt, strahlend blauer Himmel.

Natürlich trafen wir uns wieder in der Kuhbar diesmal ohne DJ-Krähenkonzert. Die Stimmung war top. Als Simona bei einem Lied den Text nicht konnte (inakzeptabel), ging sie sofort auf Spotify, um live den Songtext zu lernen. Einsatz 10/10.

Als wir etwas früher als gestern unsere Jacken holen wollten, machte uns der Security einen Strich durch die Rechnung. Zu voll. Niemand darf rein. Lösung: Jeder einzeln mit Ticket. Modeschau im Einzelpersonen-Takt.

Nach einem Sprint auf den Bus inklusive fast verlorener Hose. Schafften wir es alle rechtzeitig zum Abendessen in der Jugendherberge.

Später erzählte Simona von ihrem Traum, welchen sie letzte Nacht hatte, in dem Moritz falsch herum auf der Toilette sass. Dies führte zu einem zweistündigen, tiefgründigen Gespräch. Zum Beispiel: Warum ist die Frauentoilette schmutziger als die Männertoilette? Wie kommt Urin an die Decke der Frauentoilette? Wie kann man falsch herum auf der Toilette sitzen, ohne das die Hose in den Weg kommt? Viele verrückte Theorien wurden aufgestellt. Mit dem Satz „lieber mit Routine id Ruth ine als uf de Philippine in Philip ine“, wurde auch diese Diskussion beendet.

Zum Abschluss ging eine Gruppe noch zum Billard spielen, andere verabschiedeten sich ins Bett.

Sonntag, 01.03.2026

Der Sonntag begann mit einer Besichtigung des luxuriösen Zimmers von Jasmin, Jana, Elina und mir inklusive Wintergarten. Fast schon Wellnessresort-Vibes.

Um 11:00 Uhr zog dichter Nebel auf. Man sah eigentlich nur noch mich dank der TV-Reporter-Leuchtweste, die als einziges Orientierungssystem diente. Wir entschieden uns daher für einen strategischen Apéro und gingen früher ins Restaurant als ursprünglich geplant. Nach einem leckeren Essen wagte sich eine Gruppe noch in den Fun Park, während andere es eher gemütlich nahmen.

Nach einem letzten Abstecher in die Kuhbar, hiess es schliesslich Abschied nehmen um die Heimreise anzutreten. Wir packten all unsere Sachen und gingen mit dem Zug zurück Richtung Bülach.

Ein Wochenende voller Chaos, philosophischer Toiletten-Debatten und absolut unvergesslicher Momente ging also zu Ende. 67

Annika

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